Aufgrund
der Respektlosigkeit des Leiters der Polizeiinspektion
Schmalkalden-Meiningen,
gegenüber dem zivilgesellschaftlichen Engagement des Meininger
„Bündnisses
gegen Rechts", wurde ein offener Brief an die Ministerpräsidentin des
Freistaates gesandt.
Die Respektlosigkeit des Dienststellenleiters
Herrn Korb
kann nicht länger hingenommen werden. Sein Verhalten ist von Antipathie
und
Vorbehalten gegenüber den Mitgliedern des Meininger „Bündnisses gegen
Rechts"
geprägt. Selbst der Versuch in einem klärenden Gespräch im vergangenen
Jahr für mehr Verständnis und eine Beteiligung im „Bündnis gegen Rechts" zu
werben,
endete mit der Aussage von Herrn Korb, dass ihm die „Rechten" lieber
sind, weil
die auf das hören, was man ihnen sagt. Ein Mitwirken im „Bündnis gegen
Rechts"
lehnte er strikt ab, erklärt Ulrich Töpfer im Brief an Christine
Lieberknecht.
Wie
wichtig die Arbeit ist, zeigt unter anderem, dass sich im Landkreis
Schmalkalden-Meiningen vor wenigen Wochen der 17. Kreisverband der NPD
gegründet hat und dass in der Nacht des 8. Mai 2010 Hakenkreuze,
SS-Runen und
Nazi-Parolen auf den Gedenkstein für die ehemalige Synagoge in Meiningen
gesprüht wurden.
Das
„Bündnis gegen Rechts" unterstützt mit seinem Engagement die
„Landesstrategie
gegen Rechtsextremismus" und erwartet, dass der „Verantwortungsträger"
der
Polizeiinspektion Meiningen sich deren Herausforderungen gleichermaßen
stellt
und künftig den zivilgesellschaftlichen Akteuren mit Respekt begegnet,
so
Töpfer im offenen Brief.
Am 7. Mai machte das "Meininger Bündnis gegen Rechts" Mobil gegen Rechtsextremismus. Zum dritten Mal wirde im Hof des Meininger Marstall der Aktionstag für Demokratie und Toleranz veranstaltet. „Wie wichtig der Aktionstag ist, zeigt die Gründung eines NPD-Kreisverbandes am 23. April diesen Jahres in Schmalkalden.“, berichtete Ulrich Töpfer vom Meininger Gesprächskreis für Frieden und Ökologie. „Nicht zu vergessen begehen wir am 8. Mai auch den Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus.", so Töpfer. Schirmherr des Aktionstages war der Landrat des Landkreises Schmalkalden-Meiningen Ralf Luther. Über 100 Besucher lauschten den Bands: „Kalter Kaffee“ aus Erfurt, „Miezeskaze“ aus Schmalkalden, „Blockpost“ aus Meiningen, „Four Burning Wheels“ aus Obertshausen und „Radio Havanna“ aus Berlin. Angeboten wurden außerdem internationale Köstlichkeiten, Kampfsport- und Breakdanceeinlagen sowie eine Graffiti- und Plakataktion. Auf einer Leinwand wurden „Videoclips for Courage“ gezeigt. Diese können Sie hier ansehen!
Seit 2004 arbeiten Friedensgruppen, Kirchen, Gewerkschaften, politische Parteien und antifaschistische Gruppen aus Meiningen zusammen im Kampf gegen Rechtsextremismus. Das Bündnis gegen Rechts stellt somit ein breites Bündnis dar, das von zur Zeit mehr als 50 Personen aus der Kreisstadt Meiningen unterschiedlicher politischer und weltanschaulicher Überzeugung getragen wird.
Werden auch Sie aktiv: Informieren Sie sich, zum Beispiel bei unserer nächsten Veranstaltung, engagieren Sie sich in unseren Bündnis und treten Sie mit uns entschieden für die Ziele unseres Bündnisses ein. Aktuelle Informationen und Links rund um das Thema “Rechtsextremismus” finden Sie in unserer Kategorie “Literatur & Links“.