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6. Januar 2012 – Meininger Tageblatt
Das Meininger Zeitzeugen-Projekt wird fortgesetzt.
Zwei mehrtägige Bildungsreisen
sind in diesem Jahr
geplant: im Frühjahr zur
KZ-Gedenkstätte Majdanek/Lublin, im Herbst zur
Holocaust-Gedenkstätte
Yad Vashem in Israel.
Meiningen – Bianca Menger und
Frank Nagel wollen die Erinnerung
an dunkle Kapitel der deutschen Geschichte
wachhalten. Damit die Jugend
aus der Geschichte lernt, die
Verbrechen der Nazis nicht vergessen
oder verharmlost werden und
Rassismus, Fremdenfeindlichkeit
und Antisemitismus keinen Nährboden
finden.
Seit 2008 veranstalten die Meiningerin
und der Untermaßfelder Jahr
für Jahr ein Zeitzeugen-Projekt für
Jugendliche und Erwachsene. Das
Interesse ist jedes Mal groß. Denn
das erworbene Wissen aus Büchern,
Filmen und in der Schule wird angereichert
durch spannende Zeitzeugen-Berichte, was den besonderen
Reiz der Veranstaltungsreihe ausmacht.
Geschichte wird so greifbar,
lebendig und bleibt im Gedächtnis
haften, weil persönliche Schicksale
nahegehen: Frauen und Männer erzählen
aus ihrem Leben, welch Leid
und Grauen sie sahen oder selbst erdulden
mussten – ob als Jude im
Ghetto, als Zwangsarbeiter in
Deutschland, als Häftling im Konzentrationslager
oder als Soldat der
Roten Armee, der das Todeslager
Auschwitz mit befreite.
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weiter …
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Liebe Freundinnen und Freunde des Bündnisses für Demokratie und Toleranz, liebe Meininger Bürgerinnen und Bürger, obwohl bis jetzt noch nicht klar ist, ob die vermutete Demonstration
Rechtsextremer anlässlich des Prozessauftaktes zum Mord an Mary Jane aus
Zella-Mehlis stattfindet, ruft das Bündnis für Demokratie und Toleranz
zu einer Mahnwache vor dem Meininger Justizzentrum auf.
Wir wollen mahnen
vor der Gefahr der Rechtsextremen, die den Mainstream bedienen, um ihre
Menschen verachtende Ideologie zu verbreiten und wir wollen wachen,
dass sie mit ihrer Ideologie keinen Raum in Meiningen besetzen.
Der Prozess erfährt großes mediales Interesse. Es liegt auch an uns,
welche Botschaft von Meiningen in die breite Öffentlichkeit gesendet
wird. Auch diesen "Raum" dürfen wir den Rechtsextremen nicht überlassen.
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Eine Stadt
lässt sich fragen: Wie hältst du es mit der Toleranz ?
Die diesjährige Weltkulturwoche in
Meiningen stand vom 23. September bis 3. Oktober 2011 unter dem Motto
„Weltethos - Eine Stadt lässt sich fragen: Wie hältst du es mit der
Toleranz?“ Auch die zweite Weltkulturwoche wurde ein voller Erfolg. Zu den zahlreichen Veranstaltungen kamen eben so viele Besucher zu Konzerten, Lesungen, Sportveranstaltungen, Theater, Gesprächrunden, Aktionen und Vorträgen. Projektpartner
des Bündnisses waren u. a. die Stiftung Weltethos, der Landkreis
Schmalkalden-Meiningen, die Meininger Stadtverwaltung, das Kuratorium
Kulturstadt Meiningen, die Kunst- u. Kreativschule, das Theater, der
Sportstättenförderverein, die Thüringer Architektenkammer und viele
weitere Vereine, Institutionen, Unternehmen und Akteure.
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Neuer Name: Bündnis für Demokratie und Toleranz
Das Meininger „Bündnis gegen Rechts“ hat sich in der Sitzung am Dienstagabend (17.05.2011) einen neuen Namen gegeben. Das Bündnis aus Institutionen, Vereinen, Verbänden, Parteien, Kirchen und Privatpersonen heißt jetzt „Bündnis für Demokratie und Toleranz“.
„Der Schritt wurde nötig, weil sich das Bündnis nicht nur gegen Nazis und deren rechtsextremistische Ideologien richtet, sondern auch und gerade für Demokratie und Toleranz steht.“, so der Sprecher des Bündnisses Ulrich Töpfer. „ Unser Ziel ist eine bunte Gesellschaft, in der alle Menschen gleiche soziale und demokratische Rechte haben. Als Theaterstadt hat Meiningen in besonderer Weise eine Tradition, die für Weltoffenheit und Toleranz steht. “, so Töpfer. In der Sitzung im Meininger Marstall ging es natürlich nur kurz um die Namensänderung, denn das Bündnis veranstaltet auch in diesem Jahr die Weltkulturwoche und steckt derzeit in den Vorbereitungen.
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Meininger Zeitzeugengespräche vom 4. bis 10. Mai 2011
Im Mittelpunkt der Meininger Zeitzeugengespräche, die in diesem Jahr zum vierten Mal stattfanden, stand das Konzentrationslager „Theresienstadt“. Theresienstadt – zwischen Propaganda und Wirklichkeit: Laut Nazi-Propaganda eine friedliche Garnisonsstadt, in der privilegierte Juden in Saus und Braus leben. In Wirklichkeit ein Ort der Demütigung, Folter, Unterdrückung und Qual.
Im Rahmen der Zeitzeugengespräche stand u.a. eine Studienfahrt nach Theresienstadt auf dem umfangreichen Programm. Rund 40 Meininger Jugendliche und Erwachsene begaben sich vor Ort auf Spurensuche nach jüdischen BürgerInnen, die in Meiningen und Umgebung lebten und nach Theresienstadt deportiert wurden. In der Meininger Volkshochschule wurden zudem zwei Ausstellungen gezeigt sowie ein Zeitzeugengespräch mit Lisa Miková, Eva Stichova und Doris Groszdanovicova (Überlebende der KZ’s Theresienstadt und Auschwitz) veranstaltet.
Die Meininger Zeitzeugengespräche werden vom
Eine-Welt-Verein e.V. Meiningen, dem Bündnis gegen Rechts in Kooperation
mit der Evangelischen Erwachsenenbildung Thüringen, der Kunst- &
Kreativschule an der vhs Meiningen, der Friedrich-Ebert-Stiftung und der
Max-Reger-Musikschule Meiningen jährlich veranstaltet.
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Aktionstag für Demokratie und Toleranz
Bereits das vierte Mal in Folge wurde mit dem "Aktionstag für Demokratie und Toleranz" im Meininger Marstall, ein Zeichen gegen „Rechts“ gesetzt. Diesmal hatte der Aktionstag um 15:00 Uhr mit einem Familiencafé, Kuchenbasar, Hüpfburg und Bastelstraße begonnen. Der Kuchenbasar wurde von Schülern des Henfling-Gymnasiums gestaltet. Sehr gut besucht war natürlich das Meininger Puppentheater mit den „Bremer Stadtmusikanten". Nach den Ansprachen von Pfarrer Christoph Knoll, dem Bürgermeister der Stadt Reinhard Kupietz und dem Landtagsabgeordneten Rolf Baumann wurde die Bühne für die Bands freigegeben. Die Deutschrocker aus Neu-Ulm mit dem Namen „ Länderspiel“, gefolgt von „Mariachi dos Mundos“, und ihrem New Mexican Dance aus Berlin sowie der Jenaer Combo „Babayaga“, mit einer Ska-Reggae-Funk-Mischung, wurde die Stadt bis Mitternacht gerockt.
Bereits das vierte Mal in Folge wurde mit dem Aktionstag für Demokratie und Toleranz, am Freitag 6. Mai im Meininger Marstall, ein Zeichen gegen „Rechts“ gesetzt.
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