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Zeitzeugenprojekt gegen das Vergessen
6. Januar 2012 – Meininger Tageblatt
 
Das Meininger Zeitzeugen-Projekt wird fortgesetzt. Zwei mehrtägige Bildungsreisen sind in diesem Jahr geplant: im Frühjahr zur KZ-Gedenkstätte Majdanek/Lublin, im Herbst zur Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Israel.
 
Meiningen – Bianca Menger und Frank Nagel wollen die Erinnerung an dunkle Kapitel der deutschen Geschichte wachhalten. Damit die Jugend aus der Geschichte lernt, die Verbrechen der Nazis nicht vergessen oder verharmlost werden und Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus keinen Nährboden finden.
Seit 2008 veranstalten die Meiningerin und der Untermaßfelder Jahr für Jahr ein Zeitzeugen-Projekt für Jugendliche und Erwachsene. Das Interesse ist jedes Mal groß. Denn das erworbene Wissen aus Büchern, Filmen und in der Schule wird angereichert durch spannende Zeitzeugen-Berichte, was den besonderen Reiz der Veranstaltungsreihe ausmacht. Geschichte wird so greifbar, lebendig und bleibt im Gedächtnis haften, weil persönliche Schicksale nahegehen: Frauen und Männer erzählen aus ihrem Leben, welch Leid und Grauen sie sahen oder selbst erdulden mussten – ob als Jude im Ghetto, als Zwangsarbeiter in Deutschland, als Häftling im Konzentrationslager oder als Soldat der Roten Armee, der das Todeslager Auschwitz mit befreite.
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Mahnwache beginnt am Mittwoch, den 21.12.2011 um 8.45 Uhr vor dem Justizzentrum in Meiningen
Liebe Freundinnen und Freunde des Bündnisses für Demokratie und Toleranz, liebe Meininger Bürgerinnen und Bürger, obwohl bis jetzt noch nicht klar ist, ob die vermutete Demonstration Rechtsextremer anlässlich des Prozessauftaktes zum Mord an Mary Jane aus Zella-Mehlis stattfindet, ruft das Bündnis für Demokratie und Toleranz zu einer Mahnwache vor dem Meininger Justizzentrum auf.

Wir wollen mahnen vor der Gefahr der Rechtsextremen, die den Mainstream bedienen, um ihre Menschen verachtende Ideologie zu verbreiten und wir wollen wachen, dass sie mit ihrer Ideologie keinen Raum in Meiningen besetzen.
 
Der Prozess erfährt großes mediales Interesse. Es liegt auch an uns, welche Botschaft von Meiningen in die breite Öffentlichkeit gesendet wird. Auch diesen "Raum" dürfen wir den Rechtsextremen nicht überlassen.
 
 
WELTKULTURWOCHE 2011
Eine Stadt lässt sich fragen: Wie hältst du es mit der Toleranz ?

    
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Die diesjährige Weltkulturwoche in Meiningen stand vom 23. September bis 3. Oktober 2011 unter dem Motto „Weltethos - Eine Stadt lässt sich fragen: Wie hältst du es mit der Toleranz?“ Auch die zweite  Weltkulturwoche wurde ein voller Erfolg. Zu den zahlreichen Veranstaltungen kamen eben so viele Besucher zu Konzerten, Lesungen, Sportveranstaltungen, Theater, Gesprächrunden, Aktionen und Vorträgen. Projektpartner des Bündnisses waren u. a. die Stiftung Weltethos, der Landkreis Schmalkalden-Meiningen, die Meininger Stadtverwaltung, das Kuratorium Kulturstadt Meiningen, die Kunst- u. Kreativschule, das Theater, der Sportstättenförderverein, die Thüringer Architektenkammer und viele weitere Vereine, Institutionen, Unternehmen und Akteure.
 
 
 
 
Bündnis für Demokratie und Toleranz
Neuer Name: Bündnis für Demokratie und Toleranz

Das Meininger „Bündnis gegen Rechts“ hat sich in der Sitzung am Dienstagabend (17.05.2011) einen neuen Namen gegeben. Das Bündnis aus Institutionen, Vereinen, Verbänden, Parteien, Kirchen und Privatpersonen heißt jetzt „Bündnis für Demokratie und Toleranz“.

bdt mgn2.jpg„Der Schritt wurde nötig, weil sich das Bündnis nicht nur gegen Nazis und deren rechtsextremistische Ideologien richtet, sondern auch und gerade für Demokratie und Toleranz steht.“, so der Sprecher des Bündnisses Ulrich Töpfer. „ Unser Ziel ist eine bunte Gesellschaft, in der alle Menschen gleiche soziale und demokratische Rechte haben. Als Theaterstadt hat Meiningen in besonderer Weise eine Tradition, die für Weltoffenheit und Toleranz steht. “, so Töpfer. In der Sitzung im Meininger Marstall ging es natürlich nur kurz um die Namensänderung, denn das Bündnis veranstaltet auch in diesem Jahr die Weltkulturwoche und steckt derzeit in den Vorbereitungen.

 
Meininger Zeitzeugengespräche vom 4. bis 10. Mai 2011

Meininger Zeitzeugengespräche vom 4. bis 10. Mai 2011 

zeitzeugen2011.jpgIm Mittelpunkt der Meininger Zeitzeugengespräche, die in diesem Jahr zum vierten Mal stattfanden, stand das Konzentrationslager „Theresienstadt“. Theresienstadt – zwischen Propaganda und Wirklichkeit: Laut Nazi-Propaganda eine friedliche Garnisonsstadt, in der privilegierte Juden in Saus und Braus leben. In Wirklichkeit ein Ort der Demütigung, Folter, Unterdrückung und Qual.

Im Rahmen der Zeitzeugengespräche stand u.a. eine Studienfahrt nach Theresienstadt auf dem umfangreichen Programm. Rund 40 Meininger Jugendliche und Erwachsene begaben sich vor Ort auf Spurensuche nach jüdischen BürgerInnen, die in Meiningen und Umgebung lebten und nach Theresienstadt deportiert wurden. In der Meininger Volkshochschule wurden zudem zwei Ausstellungen gezeigt sowie ein Zeitzeugengespräch mit  Lisa Miková, Eva Stichova und Doris Groszdanovicova (Überlebende der KZ’s Theresienstadt und Auschwitz) veranstaltet.

Die Meininger Zeitzeugengespräche werden vom Eine-Welt-Verein e.V. Meiningen, dem Bündnis gegen Rechts in Kooperation mit der Evangelischen Erwachsenenbildung Thüringen, der Kunst- & Kreativschule an der vhs Meiningen, der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Max-Reger-Musikschule Meiningen jährlich veranstaltet.

 
6. Mai 2011 Rock gegen Rechts

Aktionstag für Demokratie und Toleranz

Bereits das vierte Mal in Folge wurde mit dem "Aktionstag für Demokratie und Toleranz" im Meininger Marstall, ein Zeichen gegen „Rechts“ gesetzt. Diesmal hatte der Aktionstag um 15:00 Uhr mit einem Familiencafé, Kuchenbasar, Hüpfburg und Bastelstraße begonnen. Der Kuchenbasar wurde von Schülern des Henfling-Gymnasiums gestaltet. Sehr gut besucht war natürlich das Meininger Puppentheater mit den „Bremer Stadtmusikanten".  Nach den Ansprachen von Pfarrer Christoph Knoll, dem Bürgermeister der Stadt Reinhard Kupietz und dem Landtagsabgeordneten Rolf Baumann wurde die Bühne für die Bands freigegeben. Die Deutschrocker aus Neu-Ulm mit dem Namen „ Länderspiel“, gefolgt von „Mariachi dos Mundos“, und ihrem New Mexican Dance aus Berlin sowie der Jenaer Combo „Babayaga“, mit einer Ska-Reggae-Funk-Mischung, wurde die Stadt bis Mitternacht gerockt. 

Bereits das vierte Mal in Folge wurde mit dem Aktionstag für Demokratie und Toleranz, am Freitag 6. Mai im Meininger Marstall, ein Zeichen gegen „Rechts“ gesetzt.

 
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