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Im Jahre 2008 begann durch das Projekt SMINT gemeinsam mit dem BÜNDNIS GEGEN RECHTS im Landkreis Schmalkalden-Meiningen und dem Eine Welt Verein e.V. die Veranstaltungsreihe "Zeitzeugengespräche“, die im Jahr 2009 ihre Fortsetzung fanden. Im Jahr 2010 soll die Veranstaltung vor allem ehemaligen Zwangsarbeitern, die während der Nazidiktatur in Deutschland oft unter unmenschlichen Bedingungen schuften mussten, gewidmet sein.
Die nächste Veranstaltung mit Zeitzeugen findet in der 15. Kalenderwoche des Jahres 2010, in Trägerschaft der Evangelischen Erwachsenenbildung Thüringen statt. Einige dieser noch lebenden Zeitzeugen wollen wir zu der diesjährigen Veranstaltung als Gast in Meiningen begrüßen. Eine Ausstellung über das Jugend- KZ Mohringen, die mit einem Gottesdienst in der Meininger Stadtkirche eröffnet wird, bildet den Auftakt am Freitag, dem 16.04.2010. Am Sonnabend, dem 17.04.2010 werden die Zeitzeugengespräche in der Pulverrasenschule im Anschluss an einen kleinen Festakt beginnen, wo Interessierte aus der Bevölkerung mit den Zeitzeugen ins Gespräch kommen werden. Trude Levi, selbst Auschwitz Überlebende, wird aus ihrem Buch „Eine Katze Namens Adolf“ lesen. In verschiedenen Klassenräumen der Schule „Am Pulverrasen“ werden die Zeitzeugen dann für die Gespräche zur Verfügung stehen. Den Abschluss des Projektes wird eine Reise zum ehemaligen KZ Auschwitz in Begleitung von einstigen Insassen bilden.
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Der Wochenspiegel berichtet in seiner Ausgabe vom 30.04.2009
Bündnis gegen Rechts ist mit Ausstellung und Aktionstag präsent
Noch bis zum 9. Mai ist in der Meininger Volkshochschule in der Klostergasse die Wanderausstellung "Opfer rechter Gewalt seit 1990 in Deutschland" zu sehen.
Das Meininger Bündnis gegen Rechts, das die Ausstellung ermöglichte und sich Landrat Ralf Luther als Schirmherr ins Boot holte, plant nun eine weitere Aktion: Am 8. Mai wird es in der Kreisstadt einen Aktionstag für Demokratie und Toleranz geben.
Zur Eröffnung der Wanderausstellung im April hatten sich die Organisatoren unter anderem Überlebende aus Konzentrationslagern eingeladen und eine Diskussion mit den Zeitzeugen ermöglicht. Der Hintergrund der Ausstellung selbst ist die Tatsache, dass das Bundesministerium im Zeitraum seit der Wende lediglich 24 Opfer rechter Gewalt erfasst und anerkannt hatte, während kritische Journalisten in überregionalen Zeitungen eine Liste mit insgesamt 93 Todesopfern rechtsmotivierter Übergriffe recherchiert hatten. Die Medienleute veröffentlichten im Jahr 2000 erstmals in zwei deutschen Tageszeitungen ihre Nachforschungen.
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 Vom 04.04.2009 bis 09.05.2009 gastiert die Wanderausstellung "Opfer rechter Gewalt seit 1990 in Deutschland" in der Volkshochschule Eduard Weitsch in Meiningen.
Die Ausstellung porträtiert 136 Menschen, die rechter Gewalt von 1990 und 2005 zum Opfer fielen. Viele wurden getötet, weil für sie im Weltbild der Rechtsextremisten kein Platz ist; manche, weil sie den Mut hatten, Nazi-Parolen zu widersprechen. Einige Schicksale bewegten die Öffentlichkeit, viele wurden kaum zur Kenntnis genommen, vergessen sind die meisten. Die Ausstellung ruft diese Menschen in Erinnerung.
Idee
Die Ausstellung basiert auf öffentlich zugänglichen Informationen, vor allem auf Zeitungsartikeln. Sie dokumentiert das Bild, das sich die Gesellschaft von den Opfern rechter Gewalt gemacht hat: Manche Fälle führten zu öffentlicher Empörung oder waren Anlässe politischer Kontroversen; von vielen der Toten jedoch wurde nie ein Foto veröffentlicht, von manchen noch nicht einmal ihre Namen.
»Den Opfern einen Namen geben« wollten die beiden Tageszeitungen »Frankfurter Rundschau«, und »Der Tagesspiegel« als sie am 14. September 2000 eine Chronik von 93 Opfern rechter Gewalt seit 1990 veröffentlichten. Auf diese Chronik greift die Ausstellung maßgeblich - nicht ausschließlich - zurück. Die Chronik entfachte einen politischen Streit, weil das Bundesinnenministerium im gleichen Zeitraum nur 24 Todesfälle durch rechte Gewalt registriert hatte.
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Seit 2004 arbeiten Friedensgruppen, Kirchen, Gewerkschaften, politische Parteien und antifaschistische Gruppen aus Meiningen zusammen im Kampf gegen Rechtsextremismus. Das Bündnis gegen Rechts stellt somit ein breites Bündnis dar, das von zur Zeit mehr als 50 Personen aus der Kreisstadt Meiningen unterschiedlicher politischer und weltanschaulicher Überzeugung getragen wird.
Werden auch Sie aktiv: Informieren Sie sich, zum Beispiel bei unserer nächsten Veranstaltung, engagieren Sie sich in unseren Bündnis und treten Sie mit uns entschieden für die Ziele unseres Bündnisses ein. Aktuelle Informationen und Links rund um das Thema “Rechtsextremismus” finden Sie in unserer Kategorie “Literatur & Links“.
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Meiningen – Viel Prominenz hatte sich am Samstag unter die Demonstranten gegen
Selbst Ansgar Haag, Intendant des Meininger Theaters, nahm bei der Kundgebung eine Trillerpfeife in den Mund.
Thüringens Innenminister Manfred Scherer (CDU) zum Beispiel, der der Bekämpfung des politischen Extremismus höchste Priorität beimisst.
Besonders dem Rechtsextremismus müsse mit allen rechtsstaatlichen Mitteln und vor allem mit Bürgerengagement entgegengetreten werden, sagte Scherer während der Veranstaltung in Meiningen. „Um sie alle darin zu bestärken, deutlich ihre Meinung zu sagen, stehe ich gern hier“, sagte der Minister vor 100 Demonstranten.
Selbst Ansgar Haak, der Intendant des Meininger Theaters, ließ sich einen lautstarken Auftritt mit Trillerpfeife nicht nehmen. Die Kundgebung, zu der das örtliche „Bündnis gegen Rechts“ nach einem Friedensgebet aufgerufen hatte, verlief friedlich. Laut Polizei gab es zuvor einige Platzverweise gegen Autonome.
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