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Im Wartburgkreis sorgt der Plan
der NPD für Empörung, mit
einer Besichtigung der Flüchtlingsunterkunft
in Gerstungen
zu provozieren. Das Innenministerium
in Erfurt sieht Chancen,
den Besuch doch noch zu
verhindern.
Bad Salzungen – Der Umgang mit den
zwei Kreistags-Abgeordneten der NPD wird
im Wartburgkreis zum Politikum: Ein Antrag
der beiden rechten Politiker, Zutritt
zur Flüchtlingsunterkunft in Gerstungen
zu bekommen, hat nun für heftigen Streit
gesorgt. Parteien und Initiativen kritisieren
Landrat Reinhard Krebs (CDU) scharf, weil
er den NPD-Mitgliedern Zutritt gewähren
will. Der wiederum ist verärgert darüber,
dass sich nicht an Absprachen gehalten
worden sei und der NPD deshalb eine Plattform
geboten werde.
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18. Oktober 2012 – Meininger Tageblatt
Meiningen – Im Meininger Kino ist
an diesem Sonntag um 20 Uhr der
Anti-Hitler-Film „Sein oder Nichtsein“
zu sehen. Der Klassiker mischt
Komödie und makabre Realität und
gehört zum Programm der Gedenkreihe,
mit der an die Deportation
Meininger Juden vor 70 Jahren erinnert
wird.
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18. Oktober 2012 – Meininger Tageblatt
Erfurt – Die Linke-Landtagsfraktion
hat nach einem erneuten V-Mann-Verdachtsfall Geheimdiensten eine
aktive Mitwirkung am Aufbau von
Neonazi-Strukturen vorgeworfen.
Der in jüngsten Medienberichten als
V-Mann genannte fränkische Neonazi
sei ein bundesweit hervorragend
vernetzter Organisator der Szene gewesen
und habe Aufbauarbeit für das
Thüringer Netzwerk „Heimatschutz“
geleistet, sagte Fraktionsvize Martina
Renner. Sein Name finde sich auch in
einer Telefonliste des späteren NSU-Mitglieds
Uwe Mundlos.
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17. Oktober 2012 – Meininger Tageblatt
Der Streit über ungeschwärzte
Akten aus
Thüringen wird zum
Kräftemessen: Die Innenminister
der Länder wollen
Passagen nachträglich
unkenntlich machen.
Der NSU-Ausschuss will
das verhindern.
Von Christiane Jacke
Berlin/Erfurt – Das Gerangel um
hunderte Aktenordner aus Thüringen
spitzt sich zu: Der Neonazi-Untersuchungsausschuss
im Bundestag will
keine umfangreiche Schwärzung der
Papiere hinnehmen. „Ich habe nicht
die Absicht, mir vorschreiben zu lassen,
was ich lesen darf“, sagte der Vorsitzende
Sebastian Edathy (SPD) in
Berlin. „Eine Blanko-Vollmacht, willkürlich
Schwärzungen vorzunehmen,
wird es vom Ausschuss nicht geben.“
Die Innenminister der Länder wollen
erreichen, dass Teile der Unterlagen
nachträglich unkenntlich gemacht
werden, um V-Leute zu schützen.
Edathy sagte, das sei nur im Einzelfall
denkbar. Ein Spitzentreffen heute soll
eine Lösung in dem Streit liefern.
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16. Oktober 2012 – Meininger Tageblatt
Meiningen – „Blut muss fließen“ ist
der drastische Titel eines Filmes über
Rechtsrock in Deutschland, zu dem
am morgigen Mittwoch in die Volkshochschule
Meiningen, Klostergasse
1, eingeladen wird. Zur Einführung
in dieses Thema gibt es zu Beginn um
18 Uhr einen Kurzvortrag von Mikis
Rieb von Mobit (Mobile Beratung in
Thüringen für Demokratie – gegen
Rechtsextremismus) über die Rechtsrock-Szene. Daran schließt sich unmittelbar
die Filmvorführung an.
Gast der Veranstaltung, die von der
Friedrich-Ebert-Stiftung in Zusammenarbeit
mit der vhs organisiert
wird, ist auch der Regisseur des Films,
Peter Ohlendorf, mit dem die Zuschauer
nach der Vorführung über
das Thema diskutieren können. Moderiert
wird der Abend von dem Journalisten
Reinhard Hucke. Der Eintritt
zu Film und Diskussion ist frei.
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