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Ein breites Bürgerbündnis
hat gegen das Neonazi-Treffen in Meiningen protestiert.
500 Menschen beteiligten
sich am Demonstrationszug.
Ein buntes
Volksfest schloss sich an.
Von Marko Hildebrand-Schönherr
Meiningen – Samstagnachmittag,
die Wiese neben der Pulverrasenschule
ist bunt getupft. Zwischen
Ständen, Hüpfburg und Bühne tummeln
sich fröhliche, friedlich feiernde
Menschen. Künstler vom Meininger
Theater bringen mit Ausschnitten
aus dem Musical Hair Besucher
zum Tanzen. Die Sonne scheint und
Ulrich Töpfer, der Moderator vom
Meininger Bündnis für Demokratie
und Toleranz, strahlt. Alles ist gut gegangen
an dem Tag, dem viele Theaterstädter
mit Sorge entgegensahen.
Etwa 300 Neonazis und Sympathisanten,
weit weniger als angekündigt,
trafen sich auf der Großmutterwiese
zum „Thüringentag der nationalen
Jugend“. Sie bekamen deutlich gezeigt,
dass sie mit ihren Parolen in
Meiningen nicht willkommen sind.
„Ich bin froh, dass so viele Menschen
Gesicht gegen Rechts gezeigt haben
und der Tag gewaltfrei verlaufen ist“,
sagt Töpfer, der als Mitglied der Grünen
im Stadtrat und Kreistag sitzt.
Etwa 500 Menschen hatten nach
dem Friedensgebet an einer Kundgebung
gegen Rechts vor der Stadtkirche
teilgenommen, darunter auch
zahlreiche Politiker wie die Bundestagsabgeordneten
Iris Gleicke (SPD)
und Jens Petermann (Linke) sowie
der künftige Landrat Peter Heimrich
und designierte Bürgermeister Fabian
Giesder. Sie alle formierten sich
anschließend zu einem Protestzug.
Er führte an der Großmutterwiese
vorbei und endete an der Pulverrasen-Schule. Der Pulverrasen hatte
sich in eine Festwiese verwandelt mit
Live-Musik, dem Auftritt der Modern-
Style-Dancers, einem Basket-
Streetballturnier, Angeboten für Kinder
sowie Info- und Imbissständen.
Am Vormittag waren etwa zwei
Dutzend Neonazis vom Bahnhof zur
Großmutterwiese marschiert. Auf
der Strecke protestierten Menschen
mit Trillerpfeifen, Plakaten und bunten
Tüchern. Am Nachmittag kam es
zu einer Antifa-Demo durch die Innenstadt
und an der Großmutterwiese
vorbei mit etwa 150 Teilnehmern.
Ein starkes Polizeiaufgebot sicherte
alle Veranstaltungen ab.
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